Das Milliarden-Bußgeld gegen Google macht Schlagzeilen: Dabei geht es diesmal nicht um die dominierende Position der Suchmaschine, sondern um einen ganz anderen Teil des übermächtigen Konzerns. Google zwingt de facto die Hersteller von Smartphones mit dem Betriebssystem Android auch gleich Google-Apps zu installieren, beispielsweise Maps und Chrome. Spannend ist nun, ob die EU es mit den zusätzlich angedrohten Zwangsgeldern schafft, dass Google die Geschäftspraktiken innerhalb von 90 Tagen ändert.

Wie hat Google gegen das Gesetz verstoßen?

Google muss die bisher höchste Kartellstrafe zahlen, die je gegen ein Unternehmen verhängt wurde. Die Strafe beläuft sich auf 4,3 Milliarden Euro. Grund dafür ist der Missbrauch der Marktmacht bei Android. Google wird vorgeworfen, Nutzern die Wahl der Apps auf dem Smartphone erschwert zu haben. Außerdem hat Google nur mit Geräteherstellern kooperiert, die ausschließlich Googles Android-Version einsetzten. Die EU zwingt das Unternehmen nun dazu, seine “illegalen Praktiken” innerhalb von 90 Tagen einzustellen oder noch mehr zahlen zu müssen.
Google hat jedoch sogleich Widerspruch erhoben und bis die Gerichte abschließend entschieden haben, können noch einige Jahre vergehen.

Diskussion:

Video: Die Süddeutsche Zeitung fasst in einem Video und in einem Artikel den Fall zusammen: sueddeutsche.de

Artikel: Wird der Konzern seinen Auflagen nicht gerecht, wird die Strafe, die ohnehin schon den Weltrekord der Kartellstrafen gebrochen hat, erhöht. Wohin das Geld genau geht, hat die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst: sueddeutsche.de

Artikel: US Präsident Trump gefällt die Strafe, die Google auferlegt worden ist, ganz und gar nicht. Auch Google hat gegen das Urteil sofort Widerspruch erhoben. Warum Trump so sauer war, erfahren Sie auf welt.de