Ende Februar wurde in den Medien bekannt gegeben, dass das IT-Netzwerk der Bundesregierung gehackt wurde und das nicht seit kurzem, sondern offenbar bewegten sich die Hacker schon seit Mitte Dezember im Netzwerk um Daten abzufangen, auszuspähen und weiterzuleiten. Die Sicherheitsbehörden wurden recht früh darauf aufmerksam, unternahmen aber nichts gegen den Angriff und beobachteten den Eindringling lediglich. Das sei kein ungewöhnlicher Schritt in der Bekämpfung von Hackern, sagt Hannes Federrath von der Gesellschaft für Informatik an der Universität Hamburg im Interview mit der Tagesschau (tagesschau.de).

Welche Daten ausgespäht wurden, geben die Sicherheitsbehörden nicht preis. Nun stellt sich natürlich die Frage: war das, denn das IT-Netzwerk der Bundesregierung ist eines der sichersten. Ein Laie könnte so etwas mit Sicherheit nicht. Unter hohem Verdacht steht die Hackergruppe Turla, die offenbar Kontakte zum russischen Geheimdienst haben soll. Russland weist allerdings alle Vorwürfe von sich. Eine hundertprozentige Gewissheit, wer hinter dem Angriff genau steckt, gibt es bisher nicht (zeit.de).

Diskussion:

Artikel: Sicherheitsforscher haben laut einem Medienbericht herausgefunden, wie Daten aus dem Netz der Bundesregierung geschleust wurden. Das Vorgehen der Hacker sei ungewöhnlich. Mehr dazu auf zeit.de

Artikel: Die Bundesregierung reagiert auf ständige Cyberangriffe auf Datennetze des Bundes und prüft Optionen zum Hacking Back. Bisher fehlen in Deutschland allerdings die rechtlichen Grundlagen für aktive Gegenmaßnahmen. Mehr erfahren Sie auf heise.de