Infodemie. Ein Kunstwort aus den Begriffen „Information“ und „Pandemie“, das schon sehr früh in der Corona-Krise zu hören war. Woher das Wort stammt und wann es zum ersten Mal aufgetaucht ist, erläutert der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.

Das Team der Zukunftsreporter, Teil der Riffreporter, nimmt den Begriff der Infodemie mit in ein Zukunftsszenario: die JournalistInnen beschäftigen sich aktuell in einer fiktiven Reportage mit Fake-News, gut zehn Jahre nach Corona. Bestandteil der Geschichte sind eine Influenza-Pandemie, ein vermeintlicher Superspreader muslimischen Glaubens und eine nach der Corona-Pandemie eingerichtete große Kommunikationsagentur, das „Bundesforum für gesellschaftlichen Austausch“. Nicht nur ein lesenswerter Beitrag – auch der Blick hinter die Kulissen von Riffreporter lohnt sich bei der Gelegenheit: Qualitätsjournalismus zu Zukunftsthemen, gefördert von einer Unterstützer-Community und der Riffreporter-Genossenschaft. Die Texte sind frei zugänglich für alle – ein kleiner Baustein im Kampf gegen die Infodemie

[SWR2]_Wort der Woche_Infodemie

[Riffreporter.de]_Die zweite Welle der Infodemie – ein Zukunftsszenario

Welchen Stellenwert das Vertrauen in Zeiten der digitalen Infodemie hat, das hat die Stuttgarter Professorin für Medienethik, Dr. Petra Grimm, in einem Aufsatz erörtert. Sie fragt, weshalb das, was wirklich wahr ist, im Zeitalter der digitalen Kommunikationswelt eine unsichere oder gar mit Misstrauen behaftete Angelegenheit geworden sei. Sie analysiert Nutzung und Relevanz der sozialen Medien bei unterschiedlichen Zielgruppen und erläutert, welche Fähigkeiten im Umgang mit Information zur Meinungsbildung in einer digitalisierten Gesellschaft notwendig sind. Sie unterstreicht dabei, dass eine gut informierte Gesellschaft unabdingbar ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ebenso wie ein Mediensystem, das Verständigung, Konsensbildung und Teilhabe ermöglicht.    

Der ganze Aufsatz ist nachzulesen in der neuesten Publikation der Bischöflichen Medienstiftung „Entwirklichung der Wirklichkeit – von der Suche nach neuen Sicherheiten“. Einen Auszug daraus lesen Sie hier.