Über die Schriftenreihe

Viel ist in letzter Zeit von der Digitalisierung die Rede. Und das zu Recht. Die Digitalisierung stellt eine noch nie erlebte Revolution in der Menschheitsgeschichte dar in einer noch nie dagewesenen Breite und einer noch nie erlebten Geschwindigkeit. Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche des menschlichen Lebens. In der Reflexion über dieses Totalphänomen steht meistens die technische Perspektive im Vordergrund.

Hier ist es der Bischöflichen Medienstiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein Anliegen, zu einem Paradigmenwechsel beizutragen. Der Mensch oder das Mensch-Sein müssen der Ausgangspunkt und schlussendlich auch der ethische Zielpunkt aller Reflexionen sein. In zwei großen Tagungen „Am Puls des Ichs – Unterwegs in eine narzisstische Gesellschaft?“ (2015) und „Mensch-Sein 4.0 – Ist die Maschine der bessere Mensch?“ (2016) hat sich die Bischöfliche Medienstiftung in Kooperation mit der Stuttgarter Hochschule der Medien wichtigen Fragen der Digitalisierung gestellt. Die Buchreihe „Mensch und Digitalisierung“ möchte nun auf diesen Überlegungen aufbauen und sie gleichzeitig weiter führen. Die Frage, wie Mensch-Sein in einer digitalisierten Welt möglich ist und gestaltet werden kann, steht im Mittelpunkt der Überlegungen.

 

Bisher erschienen

Klaus Koziol
Die Erzählung vom besseren Leben gegen die Logik der digitalen Welt

Schriftenreihe Mensch und Digitalisierung Band 1, München 2017, 85 Seiten, ISBN 978-3-86736-418-8
Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen beim kopaed Verlag

Die Digitalisierung ist ein Totalphänomen. Alle Lebensbereiche des modernen Menschen sind davon betroffen und werden immer mehr der Macht der Algorithmen untergeordnet. Es droht die Tyrannei der Digitalisierung. Aber es gibt Mittel und Wege sich dem entgegen zu stellen. Eines davon ist die Entwicklung einer Hoffnungsperspektive. Eine Erzählung von einem besseren Leben, die auf nachvollziehbaren und menschendienlichen Grundlagen beruht, kann helfen gegen die Logik der Digitalisierung anzugehen. Klaus Koziol entwickelt in diesem Buch Perspektiven dafür.

 

Petra Grimm / Klaus Koziol (Hrsg.)
Der ver-wertete Mensch
Vom Wandel des digitalen Lebens

Schriftenreihe Mensch und Digitalisierung
Band 2, München 2018 (Mai), 180 Seiten, ISBN 978-3-86736-407-2
Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen beim kopaed Verlag

Werte zählen auch im digitalen Zeitalter, nur welche? Die Digitalisierung und Ökonomisierung unserer Gesellschaft konfrontiert uns mit zahlreichen Wertefragen, die unser Handeln im Alltag beeinflussen: Wie gehen wir mit Wertekonflikten um – ist uns Sicherheit und Komfort mehr wert als Privatheit und Autonomie? Was ist uns eine freie Meinungsbildung wert? Wird mehr Gerechtigkeit geschaffen, wenn Maschinen für uns Entscheidungen treffen? Welche Verantwortung trägt ein jeder von uns ganz persönlich für sein gelingendes digitales Leben – trotz Social Bots, Internet der Dinge, Disruption und Algorithmen? In dem vorliegenden Band hinterfragen Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Perspektiven, welche Werte für ein digitales Leben von Bedeutung sind.