Das Internet ermöglicht es heute zumindest theoretisch jedem und jeder, publizistisch tätig zu werden und auf diesem Wege eine Vielzahl von Menschen zu erreichen. Was die Aussage jedoch nicht berücksichtigt: Auch wenn es die Technik allen Menschen ermöglicht, zum Journalisten zu werden, fehlt doch häufig das „Know how“, vor allem das Wissen um professionsethische Vorgaben. Wie wichtig eine medienethische Grundbildung ist, zeigen aktuelle Online-Phänomene wie „Hate Speech“, „Shitstorms“ und „Fake News“. 

Der Online-Kurs „Anstand im Netz“ möchte dazu anregen, gemeinsam mit anderen Interessierten darüber nachzudenken, welche Werte uns im digitalen Raum wichtig sind und wie wir uns ein gutes, gelingendes Zusammenleben vorstellen. In fünf Kapiteln eröffnet der Kurs unterschiedliche Perspektiven auf die ethischen Herausforderungen der digitalen Kommunikation: Ausgehend von den zentralen medienethischen Grundlagen hinterfragt der Kurs das Menschsein im digitalen Raum. Was bedeuten die digitalen Medien für mich und mein Handeln im Netz? Wie beeinflussen Sie mein Selbstbild und meine Bilder von der Welt? Wie gehe ich mit ihnen um und trage dazu bei, die medialen Räume zu gestalten?

Zielgruppe des Kurses sind alle Interessierten, ein Vorwissen ist nicht notwendig. Empfohlen wird er für Pädagogen, Medienschaffende und im kirchlichen Bereich Tätige. Die Kursdauer beträgt rund 16 Stunden, der Kurs ist ein kostenloses Angebot der Virtuellen Hochschule Bayern.

Anstand im Netz. Digitale Kommunikation ethisch betrachtet (virtuelle Hochschule Bayern)