Die Bischöfliche Medienstiftung verfolgt das Ziel, die gesellschaftliche Diskussion über die digitale Welt mitzugestalten sowie Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Transformation kritisch zu begleiten. Ein Werkzeug dazu ist die aufgelegte Schriftenreihe „Mensch und Digitalisierung“.

Während der Pandemie hat die Medienstiftung mehrere neue Publikationen auf den Weg gebracht. Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Fachdisziplinen haben, aktuell und unter dem Eindruck der Corona-Situation, dafür Beiträge verfasst. Mit ihrer je eigenen Expertise geben sie Einblick in Entwicklungen der digitalen Moderne: Beispielsweise im Bereich der Bildung, der Psychologie, Pädagogik, Ethik oder der Forschung und Technik. In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier künftig Aufsätze aus diesen Publikationen.

Den Beginn macht Thomas Weißer, Professor für theologische Ethik in Bamberg. Unter der Überschrift „Ent-grenzung – Zu den ethischen Problemen delimitierter Digitalisierung“ beschreibt er neben einem „Normdefizit“ auch einen „Akzeptanzüberschuss“ der Gesellschaft, die „in hohem Maß fast alle Handlungen akzeptiert und nicht mehr sanktioniert. Nur wenige, unverzichtbare Handlungsmaßstäbe werden aufrechterhalten. Zu besichtigen ist dies auch bei … Plattformen wie Facebook, Instagram TikTok oder anderen …“. Er bezeichnet die „Entgrenzung als Signatur der Moderne“ und fragt beispielsweise nach den Konsequenzen einer während Corona erfolgten Verlagerung von Arbeit ins Private.

Auszug aus dem Text “Ent-grenzug – zu den ethischen Problemen delimitierter Digitalisierung”