1996 hat der ehemalige Schachweltmeister Gari Kasparov erstmals eine Partie gegen einen Schachcomputer, den „Deep Blue“ von IBM, verloren. Trotzdem findet Gasparov, dass Deep Blue nicht intelligenter sei als ein gewöhnlicher Wecker. Denn das sei nicht KI gewesen, sondern reine Rechenleistung. Von den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz ist er beeindruckt, Sorgen bereitet ihm die Entwicklung nicht, im Gegenteil: Die Angst der Menschen stehe dem Fortschritt im Weg, glaubt Kasparov. „Durch den Einsatz von KI werden wir in der Lage sein, menschlicher, kreativer und sozialer zu agieren“, sagt er im Interview mit dem Handelsblatt. Dabei gibt er zu bedenken: der ethische und menschendienliche Einsatz von KI hängt von ethisch handelnden Personen ab.

[Handelsblatt] – „Wir sind nicht ambitioniert genug was Künstliche Intelligenz angeht“ – Interview mit Ex-Schachweltmeister Gari Kasparov