21 Prozent aller Schülerinnen und Schüler haben bereits die Erfahrung als Opfer von Cybermobbing gemacht und 31 Prozent der Internet-User im Alter von 12 bis 24 Jahren fühlten sich schon einmal durch Hasskommentare verängstigt. Das sind die Ergebnisse einer Studie des gemeinsamen Kompetenzzentrums von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet. Die Politik, wie auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), sehen dringenden Handlungsbedarf. In der BPiM wird ein neuer Fachbereich eingerichtet, der sich speziell um den Jugendschutz im Internet kümmern soll (t-online.de).

Kinder und Jugendliche agieren im Netz zum größten Teil irrational und vor allem emotional. Die Bundesjugendministerin Katarina Barley bemängelt, dass bislang der Fokus auf dem Schutz der jungen User vor bestimmten Inhalten lag, weniger aber auf den sozialen Netzwerken und den sogenannten „Interaktionsrisiken„. Hierfür soll der neue Fachbereich vor allem dienen, denn in der Interaktion mit anderen lauerten laut der Ministerin zu einem Großteil die Gefahren des „Cybermobbing, sexualisierter Gewalt und Selbstgefährdung“ (faz.net).

Wie kann ich mich zusätzlich selbst vor Cybermobbing und anderen Bedrohungen aus dem Internet schützen und wie können Eltern noch stärker für das Thema sensibilisiert werden, um ihren Kindern wirksam Hilfestellung zu leisten?

Diskussion:

Artikel: Die freiwilligen Helfer „Trusted Flagger“ beklagen Mängel in puncto Jugendschutz vor allem auf der Plattform YouTube. (Quelle: heise.de)

Audio: „Die Gefahr aus der App“: Kinder und Jugendliche werden nicht genug vor versteckten Kosten bei eigentlich kostenfreien Apps gewarnt und vor der möglichen Kontaktaufnahme über Chats vor Pädophilen geschützt. (Quelle: deutschlandfunk.de)

Artikel: Die neue App auf dem Markt „Sarahah“, durch die man „konstruktive Kritik“ oder Lob von Freunden erhält, könnte die Gefahr einer „Mobbing-Plattform“ beinhalten, denn die Nachrichten werden anonym verschickt und die Aussagen nicht gefiltert. (Quelle: dailymail.com)

Hintergrundinfos:

Artikel: „Grooming“: So gehen die „unangenehmen Bekanntschaften“ von Kindern und Jugendlichen im Netz vor. (Quelle: kirche-und-leben.de)

Erste-Hilfe-App: Über die „Cyber-Mobbing Erste-Hilfe-App“ erhalten Jugendliche von Jugendlichen Tipps, wie sie sich im Falle des Mobbing übers Netz verhalten können. (Quelle: klicksafe.de)

 

Beitrag aus dem Newsletter:
Digital:Gut:Leben 17/08