Stars, Sternchen und das Leben im Rampenlicht. Wer den öffentlichen Auftritt sucht und das Bad in der Menge der hunderttausend Follower genießt, der muss es aushalten können, wenn aus dem Glitzerregen plötzlich eine Schlammschlacht wird. Öffentlich ausgetragen in der Boulevardpresse und den sozialen Medien. Doch das sagt sich so leicht. Was ist, wenn jemand Mobbing und Häme nicht mehr standhält? Wer ist dann verantwortlich? Wenn sich dann der oder die Betroffene, im schlimmsten Fall, das Leben nimmt. Wie vor wenigen Wochen das Model Kasia Lenhardt. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hat sich in zwei Beiträgen mit dem Fall und dem System Boulevardjournalismus beschäftigt und sucht nach ethischen Leitplanken. In einem der Beiträge kommt der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen zu Wort und beschreibt die verheerende Rolle der sozialen Medien: „Durch eine solche Skandalisierungsgeschichte entsteht eine Art digitaler Zwilling der Betroffenen im öffentlichen Raum“.

Die Grenzen des Boulevard: Über das Leben und Sterben von Kasia Lenhardt (rnd.de)

Tod von Kasia Lenhardt: Medienforscher Pörksen fordert „mehr Empathie für die Opfer“ (rnd.de)