Am 18. April hat es eine offizielle Gedenkfeier für die Corona-Opfer in Deutschland gegeben, über 80.000 Menschen sind bisher gestorben. Aber betroffen sind weit mehr: Angehörige und Freunde der Verstorbenen, unzählige Menschen, die an den Spätfolgen der Infektion leiden, viele, die um ihre Existenz bangen – und eine bisher unbekannte Zahl junger und alter Menschen, die auf unterschiedlichste Weise traumatisiert sind und manchmal auch die Hoffnung verloren haben. Vieles davon ist im Moment nicht sichtbar. Und deswegen ist Corona für manche noch immer nichts Dramatisches. Der Filmemacher Carl Gierstorfer hat dem etwas entgegengesetzt: Er hat einen leisen und gleichzeitig sehr eindrücklichen Film gedreht und dokumentiert über Monate das Geschehen auf der Station 43, einer Covid-Intensivstation in der Berliner Charité. Ein Zeitdokument, das jeder gesehen haben sollte.

Der Wissenschaftsjournalist Kai Kupferschmidt beschreibt in einem Beitrag im Zukunftsmagazin Riffreporter, was diese Dokuserie in ihm persönlich ausgelöst hat, wie die Bilder von der Station 43 seine Sicht auf die Pandemie verändert haben – und dass diese Serie genau deshalb so wichtig ist.

RiffReporter / Wissen / Corona: Wir werden lange trauern müssen

Filmemacher Carl Gierstorfer spricht im Podcast über den Dreh und seine Zeit auf der Station 43:

“Charité intensiv”: Warum brauchen wir diese Corona-Bilder? | Übermedien (uebermedien.de)

“Charité Intensiv”: Vom Kämpfen, Sterben und Hoffen | ZEIT ONLINE

Charité intensiv – Videos der Sendung | ARD-Mediathek (ardmediathek.de)